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K u l t u r j o u r n a l, 2003

Astrid Bechtolds Malereien erinnern in ihrer geheimnisvollen Sinnlichkeit an Georgia O´Keeffe, um aber noch tiefer in die Blüte zu gehen und den Gesichtspunkt nach innen zu verlegen. Figürlichkeit und Perspektive werden so zunehmend ausgelöscht und gehen über in eine fast schon abstrakte Räumlichkeit des Fühlens.

Manche ihrer großflächigen Ölbilder in Rot- und Rosatönen erinnern an von Sondenkameras aufgenommen innere Körperbilder. Alles lebt hier als Spiel von Licht und Farben. Farbflächen, die stellenweise erhellt und konturiert werden, ziehen Schlieren über die Flächen von Blütenkelchformen, verhüllen so viel als sie erahnen lassen, schließen so den Bogen von Mikro- und Makroformen: Was das Innere der Kleinformen von Blüten ist, wird in seiner intensiven Farbigkeit zum kosmischen Nebel, der orbitalen Aufnahme, zur Summe organischer Formen jenseits der Struktur.

Martin Kubaczek, Dr. phil.

 

 

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